Danke im Namen des Vorstandes, dass so viele von Euch uns heute unterstützt haben!

 

Leserbrief von Christine Mucker

Vorstandsmitglied im Hundesporverein Lohne e.V.

 

"Sehr geehrte Lohner Ratsherren und -frauen, liebe Lohner Bevölkerung,

bislang haben wir uns als Vorstand des Hundesportvereins Lohne e.V. im Sinne einer guten Zusammenarbeit mit der Stadt Lohne und der Lohner Bevölkerung öffentlich zurückgehalten,
da wir eine fach- und sachgerechte Diskussion und Prüfung erwartet haben. Im Nachgang zur letzten öfffentlichen Bau- und Planungsausschussitzung der Stadt Lohne am 26.09.2017
sehe ich mich im Namen des Vorstandes allerdings genötigt, nun doch noch einmal öffentlich aktiv zu werden.

Nach über 20 Jahren am bisherigen Standort müssen wir leider aufgrund von Nachbarschaftsstreitigkeiten unseren Standort zum Ende des Jahres aufgeben. Damit wir als Verein mit
einer über 20jährigen Vereinsgeschichte nicht am 01.01.2018 ohne Vereins- und Übungsgelände dastehen, sind wir seit längerer Zeit auf der Suche nach einem Ersatzstandort.
Wir sind glücklich, dass der Eigentümer des alten Bundeswehrgeländes im Brägeler Moor bereit ist, uns eine eingezäunte Teilfläche, die früher schon als Hundeübungsplatz genutzt wurde, für
unsere Vereinszwecke zu verpachten. Soweit so gut.

Um diese kleine Fläche, bei der es sich um einen nicht unter Naturschutz stehenden Brucheil des gesamten alten Bundeswehrgeländes handelt, nutzen zu können, bedarf es einer
Änderung des Flächennutzungsplanes. Darüber gibt es in der Lohner Politik bereits seit längerer Zeit eine rege Diskussion. Der vorbereitende Beschluss am letzten Dienstag
wurde in unserem Sinne gefasst. Der endgültige Beschluss erfolgt aber am 10.10.2017 in nichtöffentlicher Sitzung.

In der Bau- und Planungsausschusssitzung musste ich feststellen, dass unsere größten Gegner diejenigen sind, die ich als langjähriges Vorstandsmitglied und auch als langjährige Trainerin
noch nie am Wochenende bei uns gesehen habe, um sich selber ein Bild zu machen. Auch kann ich mich an keine diesbezüglichen Gespräche mit diesen Ratsherren und -frauen erinnern.
Ich frage mich daher, woher kommen diese negativen Äußerungen. Hörensagen??? Ich habe für mein berufliches und privates Leben festgestellt, dass es immer besser ist, miteinander anstatt
übereinander zu reden. Wir sind nicht einfach ein wild zusammengewürfelter Haufen irgendwelcher Hundefreunde. Wir sind ein im Vereinsregister eingetragener Hundesportverein, der, wie
jeder Verein, auch Regeln hat, an die sich jedes Vereinsmitglied zu halten hat. Dazu gehört insbesondere, dass die Hunde lediglich innerhalb des eingezäunten Übungsgeländes frei laufen
dürfen. Gerade bei Hundesportvereinen wird viel Wert darauf gelegt, dass man durch das wiederholte Training gesellschaftsfähige Vierbeiner erzieht. Unser Verein ist für jeden
interessierten Hundebesitzer offen. Auch sonstige Personen dürfen sich gerne einmal ein Bild vom Training und Umgang mit unseren Hunden machen.

Vor der Entscheidung der Lohner Politik möchten wir noch einmal klarstellen: Wir möchten keine Fläche von der Stadt Lohne, wir möchten auch kein Gebäude oder sonstiges, was
uns kostenlos zur Verfügung gestellt wird, wir beantragen keine Ausnahmegenehmigung hinsichtlich naturschutzrechtlicher Festsetzungen und auch beantragen wir keine Zuschüsse
und keine sonstige finanzielle Unterstützung. Wir finanzieren uns zu 100% über unsere Mitgliedsbeiträge. Wir möchten als eingetragener Lohner Verein mit einer über 20jährigen
Vereinsgeschichte lediglich eine vorurteilsfreie Entscheidung. Wie die Lohner Verwaltung in der Bau- und Planungsausschusssitzung bereits mitgeteilt hat, ist dieses nur mit
einem offiziellen Verfahren möglich, in dem alle Seiten gehört werden und nicht dem Recht gegeben wird, der am lautesten schreit.

Ich würde es sehr bedauern, wenn den Kindern und Enkelkindern der Lohner Ratsmitglieder der Wunsch nach einem gut sozialisierten und erzogenen Hund zukünftig verwehrt werden müsste,
da es in Lohne keine geeignete liebevolle und engagierte Hundeausbildung mehr gibt, die bei uns schon ab der 8. Lebenswoche mit der Welpenstunde beginnt.

Mit freundlichen Grüßen

Christine Mucker

Vorstandsmitglied im Hundesporverein Lohne e.V. im Namen des gesamten Vorstandes

 

"Leserbriefe zum Thema „Neues Übungsgelände für den Hundesportverein Lohne e.V.

Von Beginn an verfolge ich die Diskussion und Berichterstattung um die Suche eines neuen Übungsgeländes für den Hundesportverein Lohne e.V. sehr aufmerksam. Man könnte nun den Eindruck gewinnen, dass die Politik an einer Weiterführung dieses seit Jahren überaus erfolgreichen Vereines gar kein Interesse hat. Die Verwaltung hatte den klaren Auftrag einen neuen Standort zu finden, doch alle bis dato gemachten Vorschläge für ein neues Übungsgelände kamen vom Hundesportverein.
Die Beeinträchtigung der Umwelt (hier speziell das Stören von Wiesenvögeln) durch einen Windenergiepark (der 7 Tage 24 Stunden in Betrieb ist) und dem Übungsbetrieb eines Hundesportvereines (der 2-3 Tage die Woche für 2 Stunden trainiert) ist wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen und kann von mir nicht nachvollzogen werden.
Und bei wichtigen Entscheidungen eine geheime Abstimmung zu beantragen ist ein cleverer Schachzug, da man in der Anonymität verschwindet und sich dadurch eventuell unangenehmer Fragen entziehen kann. Denn dann will es keiner gewesen sein.
Hier ausgebildete Hund/Mensch Teams können sich nicht nur in der Öffentlichkeit sicher bewegen sondern sind auch auf vielen Gebieten eingesetzt, z.B. als Therapiehund in Schulen und Altenheimen, als Suchhund beim THW und nicht zuletzt als Fernsehhund in der ZDF Vorabendserie „Da kommt Kalle“. Außerdem werden die „neuen Hundebesitzer“ auf die Sachkundeprüfung gemäß den Vorgaben Niedersächsisches Gesetzt über das Halten von Hunden (Bessere Prävention vor Beißattacken und zusätzlich mehr Tierschutz) vorbereitet.
Ich appelliere an alle Verantwortlichen die Suche nach einem neuen Übungsgelände für den Hundesportverein Lohne e.V. zu unterstützen, damit dieser Verein und seine verantwortungsvollen Besitzer eine Zukunft haben.

 

Joachim Triemer

"Sehr geehrter Herr Gerdesmeyer,

ich bin mir zwar nicht so ganz sicher, ob Sie sich für das Problem des Hundesportvereins Lohne überhaupt interessieren. Sicherlich gibt es in Ihrer Aufgabe wichtigere Themenstellungen, als sich mit der Frage der Zukunft unseres Vereins zu beschäftigen. Andererseits hoffe ich darauf, dass Sie sich als oberster Verantwortungsträger unserer Stadt auch Fragestellungen widmen, die für eine kleine Minderheit von Hundebesitzern elementar sind.

Seit 25 Jahren gibt es nun den Hundesportverein und momentan sieht es so aus, dass wir unsere Tore zum Jahresende schließen müssen. Ich will überhaupt nicht über die Rolle eines Teils der Brägeler Bürger spekulieren, die seit geraumer Zeit massiv unsere Intensionen bekämpfen, oder die Haltung einiger Politiker, die sich eher für die Belange großer Wirtschaftsunternehmen in unserer Region engagieren und dabei vielleicht ein wenig vergessen, dass auch Partikularinteressengruppen durchaus wertvolle Arbeit für eine Kommune leisten.

Bei uns im Verein macht sich mittlerweile eine Resignationsstimmung breit, die nur noch von einigen sehr aktiven Mitgliedern aufgefangen wird. Ich gehöre sicherlich nicht zu den aktivsten Mitgliedern, denke aber, dass ich mich zu Wort melden muss, um damit zumindest ein wenig von dem zurückgeben zu können, was der Verein mir im Umgang mit unserem Hund vermittelt hat. Die Instruktionen, der professionell und dabei ehrenamtlich arbeitenden Trainer, helfen mir tagtäglich dabei, im öffentlichen Raum anderen Menschen so zu begegnen, dass sie sich nicht durch unseren Hund gestört oder sogar bedroht fühlen. Das ist übrigens eine der wichtigsten Aufgaben des Vereins und muss damit m.E. im großen Interesse der Öffentlichkeit stehen.

Ich würde mir wünschen, dass die Arbeit weitergeführt werden kann und hoffe auf den Einsatz von hauptamtlichen Rathausvertretern und politischen Mandatsträgern bei der Vermittlung eines geeigneten Hundeplatzes.


Mit freundlichen Grüßen
Horst Rauland"